Aktuelles

Kick-off- Karrierestart in der Pflege

Seit diesem Jahr gibt es große Veränderungen im Bereich der pflegerischen Ausbildung. Mit der Veranstaltung „Kick-off – Karrierestart in der Pflege“ lädt die Berufsfachschule für Pflege an der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung alle Interessierten zu einem informativen Vormittag ein. Die Informationsveranstaltung zur generalistischen Ausbildung findet am Samstag, den 21.03.20 um 10:00 Uhr im Fachraumzentrum in der Seegartenstraße 16 in Bad Mergentheim statt.

Wie erreiche ich das Ausbildungsziel „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Welche Neuerungen stehen an? Wie ist die Ausbildung organisiert? Kann nach der Ausbildung auch ein Studium angestrebt werden? - Für viele Interessierte sind noch viele Fragen offen. Die Vertreter der Berufsfachschule und der Ausbildungsbetriebe beantworten alle Fragen zum Start der neuen Ausbildung 2020/2021. Daneben bietet „Kick-off – Karrierestart in der Pflege“ die Möglichkeit neben Ansprechpartnern auch die moderne Ausstattung der Schule sowie die Unterstützungsmöglichkeiten der EPE kennenzulernen. Interessierte, die ein Studium anstreben, sind auch herzlich willkommen. So kann parallel zur Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann auch die Fachhochschulreife an der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung angestrebt werden. Weiterhin wird es zu einem ausbildungsbegleitenden Studium Informationen aus erster Hand geben. Dazu wurde ein Vertreter der Fernhochschule Hamburg /Außenstelle Würzburg eingeladen. Somit bietet die Veranstaltung rundum die wichtigsten Informationen für alle an der neuen Pflegeausbildung Interessierten.

Für weitere Fragen steht unser Sekretariat zur Verfügung.

Kontakt: 07931/482670

Ausbildung beginnt künftig für alle Pflegekräfte gleich

Seit dem 1. Januar gilt  das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe.  Es beinhaltet auch, dass es künftig nur noch einen Ausbildungsgang zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann gibt.

Die Auszubildenden werden zunächst zwei Jahre eine gemeinsame, allgemein ausgerichtete Phase durchlaufen. Zum dritten Ausbildungsjahr können die Teilnehmer/-innen entscheiden, ob sie die generalistische Ausbildung fortsetzen oder eine Spezialisierung in der Altenpflege oder der Kinderkrankenpflege anstreben.

Auch die praktische Ausbildung läuft  nach einem neuen Schema ab. Zu dem Einsatz beim Ausbildungsbetrieb werden zusätzlich  jeweils 400 Stunden  in den Bereichen  Akutpflege, Altenpflege und ambulante Pflege abgeleistet. Auch in die Kinderkrankenpflege wird man 60 Stunden hineinschnuppern können. Damit haben die Auszubildenden nicht die ganze Zeit die gleichen  Praxisanleiter/innen, sondern arbeiten in den verschiedenen Einrichtungen mit unterschiedlichen Anleiter/innen zusammen.

An der Pflegeschule  der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung (EPE) erwerben die Auszubildenden  Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie an den unterschiedlichen Ausbildungsorten  unterstützen und sie fit für den Pflegealltag machen. Im Rahmen des Pflegeunterrichts ab der EPE werden den Auszubildenden theoretische Grundlagen und sog. Skills(Fähigkeiten und Fertigkeiten) zur pflegerischen Versorgung von Menschen aller Altersstufen vermittelt. Der schulische Part der generalistischen  Ausbildung bietet damit die Grundlage, um die Erfahrungen und Fertigkeiten aus der Praxis einzuordnen, zu vertiefen und zu reflektieren. 

Um „Pflegefachmann / Pflegefachfrau“ werden zu können, benötigt man insbesondere:

  • einen mittleren Schulabschluss zum Beispiel Realschulabschluss oder
  • einen Hauptschulabschluss  mit erfolgreich abgeschlossener
    • mindestens zweijähriger Berufsausbildung oder
    • Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer oder
  • eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung
    und
  • ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift.

Weitere Informationen zur Ausbildung, möglichen  Ausbildungsplätzen und einen Anmeldebogen erhalten alle Interessierten über das Sekretariat der Beruflichen Schule Ernährung.Pflege.Erziehung in  Bad Mergentheim, Tel.07931/482670 oder über die Homepage: www.epe-mgh.de

 EPE erhält die innovative Simulationspuppe „Nursing Anne“

Pflegefachkräfte sind in ihrem Berufsalltag immer mit komplexen Situationen konfrontiert. Im Gegensatz zu anderen Berufen steht dabei ein hohes Gut auf dem Spiel: nämlich Leib und Leben. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es Fachwissen, Handlungskompetenz und Empathie, aber vor allem auch die Möglichkeit pflegerische Situationen in einem geschützten Rahmen zu trainieren. Eine solche Möglichkeit bietet der Simulator „Nursing Anne“. Mithilfe des Landkreises erhielt die Berufsfachschule für Altenpflege der EPE eine der begehrten Simulatoren, von denen bist jetzt erst 100 im deutschsprachigen Raum im Umlauf seien. Voller Stolz und Neugier nahmen die Fachlehrer/innen der Abteilung Altenpflege der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung in Bad Mergentheim Sabine Aupperle, Ursula Hennig, Patrizia Cappello, Anke Müller, Sandra Schler und Roland Stammel den Simulator im Beisein der Abteilungsleitung Martina Schmalbach in Empfang. Das Trainingsmodell bietet den Lernenden und Lehrenden ein ganz neues Erleben der pflegerischen Situationen. Mithilfe der lebensnahen Puppe können etliche lebensnahe Patienten- und Bewohnersituationen simuliert werden. Es können umfangreiche, auch invasive Pflegemaßnahmen trainiert, Leistungen kritisch analysiert und Übungen jederzeit wiederholt werden. Die „Nursing Anne“ blinzelt, hustet, klagt über Schmerzen, hat einen messbaren Puls, lässt sich eine Magensonde legen, kann beatmet werden oder auch Medikamente über einen zentralen Venenkatheter erhalten und noch vieles mehr. Auch Kommunikationssituationen lassen sich über Headset arrangieren. Mit der Anschaffung und Inbetriebnahme der Simulationspuppe gewährt die EPE auch einen Einblick in die Schule der Zukunft. Die Fachlehrer/innen und die Abteilungsleiterin Martina Schmalbach freuen sich im Rahmen der Einweihung der neuen Schulaula auch dem Landrat die Nursing Anne und ihre besonderen Einsatzmöglichkeiten persönlich vorstellen zu dürfen. Der Einzug der „Nursing Anne“ ist der erste Schritt zur Einrichtung eines Skill-Labs, einer Trainingseinrichtung, in der gezielt pflegerische Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden. „Moderne Unterrichts- und Trainingsmethoden sind für uns ein wichtiger Baustein, um unseren Lernenden auch in Bezug auf die generalistische Ausbildung die beste Vorbereitung auf den Berufsalltag zu bieten und damit ebenfalls eine hohe Pflegequalität für die Menschen im Main-Tauber-Kreis zu garantieren.“, so die Abteilungsleiterin der Altenpflege Martina Schmalbach. Ab September 2020 beginnt die EPE mit der Ausbildung von „Pflegefachfrauen“ und „Pflegefachmännern“. Die generalistische Ausbildung vereint die drei Berufsbereiche „Altenpflege“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ sowie „Gesundheits- und Krankenpflege“ zu einem neuen Berufsbild. Mithilfe von modernster Technik, wie die Simulationspuppe „Nursing Anne“ und gezielten Fortbildungen (FN berichtete) wird die EPE auch in der Zukunft Auszubildende für den Pflegealltag fit machen.

Bild: Die Fachlehrer/innen der EPE (Abteilung Pflege) Anke Müller, Roland Stammel, Patricia Cappello, Sandra Schler und Sabine Aupperle (v. rechts nach links)