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„Achtung, Baustelle!“ – satirische Impressionen

 Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Die Generalsanierung des Berufsschulzentrums Bad Mergentheim ist nahezu abgeschlossen. Dabei wurde im Unterrichtsalltag sowohl Schüler*innen als auch Lehrkräften viel Geduld und Verständnis abverlangt. Dass sie diese Beeinträchtigungen gut bewältigt und dabei den Humor nicht verloren haben, zeigte die Premiere des Stücks „Achtung, Baustelle!“ der Theatergruppe der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung unter der Leitung von Martina Seemann und Alina  Bauer.

Das ganze Schuljahr hat die Theater AG außerhalb der Schulzeit auf diesen Tag hingearbeitet. Aktiv eingebunden waren sowohl die Abiturient*innen dieses Schuljahres als auch einige Schüler*innen mit Migrationshintergrund, die zur Zeit eine Vorbereitungsklasse besuchen. Gemeinsam sammelte man Ideen für das Stück und studierte die einzelnen Szenen eifrig ein. Auch außerhalb der Probezeit pflegt man freundschaftlichen Kontakt zueinander.

Die Mühen haben sich gelohnt. Schauspieler, welche völlig in ihren Rollen aufgingen sowie Text, Musik, Bilder und Lichteffekte verliehen dem Stück eine ganz besondere Note. Die fast realistische lose Szenenfolge zeigte in humorvoller Art Impressionen vom „Baustellenunterricht“. Der begann gelegentlich zu spät, da erst der aktuelle Eingang gefunden und so manche Stolperfallen überwunden werden mussten. Die Probleme in den Unterrichtsräumen waren zahlreich: Fenster ließen sich nicht öffnen, die Heizung war nicht zu regulieren, fließend Wasser fehlte und zu all dem kam es zwischendurch auch im Klassenzimmer zu lautstarken Störungen durch die ständige Präsenz der Bauarbeiter. Selbst die Abschlussprüfungen blieben nicht verschont und erforderten schnelle Lösungen. Bei der Einhaltung der Schul- und Hausordnung waren insbesondere Lehrkräfte etwas ratlos, da normalerweise Essen nur in der Aula gestattet ist, welche jedoch fast ein Jahr lang wegen Baumaßnahmen gesperrt war. Ebenso nicht einfach war für die Lehrer*innen der Umgang mit der neuen Technik in den sanierten Unterrichtsräumen, doch hierbei standen ihnen stets versierte Schüler*innen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Erforderlich war die tatkräftige Mitarbeit der Lernenden zudem während der Sanierung, da diese „mehrere Umzüge“ mit sich brachte, welche trotz der etwas hektischen und nicht immer ganz durchschaubaren Organisation letztendlich gemeinsam erfolgreich bewältigt wurden.

Das Publikum fühlte sich während der Vorstellung prächtig amüsiert und in die Zeiten der Generalsanierung zurückversetzt. Die Schulgemeinschaft bedankte sich gebührend mit kräftigem Applaus sowie Aufforderungen, „Weiter so!“ und „Bitte noch mehr!“. Die Schauspielertruppe mitsamt der Leitung ist mit dem Erfolg des Stückes zufrieden und schauen optimistisch in die Zukunft. „Wer weiß nun, welche Baustellen wir demnächst zu bewältigen haben“, so die Beteiligten.