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Lizenz zum Aktivieren
Geschrieben von: Mennekes   
Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 08:51 Uhr

Lizenz zum Aktivieren

Zwei Lehrkräfte der Berufsfachschule für Altenpflege erhalten die SimA©-Trainerlizenz

Basteln, Tanzen im Sitzen, Igelball-Massagen – Einrichtungen der Altenpflege bieten
vielfältige Tätigkeiten an, um Bewohner zu „aktivieren“. Schon jahrelang werden
AltenpflegerInnen im Rahmen der dreijährigen Ausbildung an der EPE in
Bad Mergentheim auch im Bereich der Aktivierung und Betreuung qualifiziert. Doch
was hilft wirklich bei der Aufrechterhaltung von Selbstständigkeit im höheren Alter?
Welche Interventionen zeigen auch bei Menschen mit Demenz Erfolge?

In einer ab 1991 durchgeführten Längsschnittstudie der Universität Erlangen-
Nürnberg zeigte sich, dass eine regelmäßig durchgeführte Kombination aus
kognitivem und psychomotorischem Training bei fitten Senioren die
selbstständige Lebensführung, das Gedächtnis und die Gesundheit
verbesserten. In einer nachfolgenden Studie konnte mit einem adaptierten
Interventionsprogramm für Menschen mit Demenz ebenfalls positive
Effekte erzielt werden. Auf der Grundlage dieser Studien wurde mit der
Diakonie Neuendettelsau das SimA©-Programm entwickelt. Es dient der
Unterstützung der Lebensgestaltung fitter Senioren, bietet aber auch wertvolle
Ansätze zur Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen im kognitiven
Bereich. Es ist durch seine wissenschaftliche Belegbarkeit einzigartig auf dem
Markt der Aktivierungsmöglichkeiten. Nach dem Besuch mehrerer Module und
einer abschließenden Prüfung konnten sich die Fachlehrer Stefanie Grimm und
Roland Stammel der Berufsfachschule für Altenpflege der EPE zum
SimA©-Trainer qualifizieren. Vor dem Hintergrund der kommenden Generalistik
der Pflegeberufe und auch dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ist ein
solches Konzept im Bereich der aktivierenden Angebote hoch bedeutsam.
Mit der erworbenen Trainer- und Schullizenz bietet die Berufsfachschule für
Altenpflege ihren SchülerInnen damit die Möglichkeit, wissenschaftlich
fundiertes Wissen in die Praxis und Kompetenzen im Bereich Unterstützung der
Lebensgestaltung begründet und strukturiert umzusetzen.

Bild (von rechts nach links):

Martina Schmalbach (Abteilungsleitung Altenpflege)
Stefanie Grimm (Fachlehrerin)
Roland Stammel (Fachlehrer)
Anke Mund (Schulleiterin)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 09:17 Uhr
 
Sterbeseminar 2017
Geschrieben von: Mennekes   
Montag, den 15. Mai 2017 um 12:44 Uhr

Sterbende begleiten will gelernt sein

Bad Mergentheim/Kloster Schöntal. „Es geht nicht darum, dem
Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Unter
diesem Motto standen für fünfzehn Schüler der Berufsfachschule für
Altenpflege der EPE Bad Mergentheim multidisziplinäre Studientage
im Bildungshaus des Kloster Schöntals. Zwei Tage lang setzten sich
die Auszubildenden der Altenpflege mit dem Thema „Sterbende
begleiten“ intensiv auseinander.

Die Debatten um aktive Sterbehilfe im Bundestag und die
Auseinandersetzung des Ethikrates um die Definition des Todes im
Bereich der Organspende machen deutlich, dass das Lebensende
und dessen Gestaltung immer mehr zu einem gesellschaftsrelevanten
Thema wird. Für das Berufsfeld der Altenpflege sind eine Ausein-
andersetzung mit dem Thema „Tod“ und ein umfassendes Wissen
zur Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen höchst bedeut-
sam, sterben doch viele ältere Menschen in Alten- und Pflege-
heimen. Schon jahrzehntelang finden zu diesem Zweck Studientage
im Kloster Schöntal statt. So wurde auch dieses Jahr dank der Berufs-
fachschule für Altenpflege und der Arbeitgeber den fünfzehn ange-
henden Altenpflegern/innen im zweiten Schuljahr die Möglichkeit
geboten, jenseits der Klassenräume Wissen, Fähigkeiten und
Fertigkeiten in diesem anspruchsvollen Themenbereich zu erlangen.
Das Bildungshaus des Kloster Schöntals bot die perfekte Atmosphäre,
um sich mit den soziologischen, psychologischen, biologisch-
medizinischen und pflegerischen Aspekten rund um den Tod aus-
einanderzusetzen. Auch die Betreuung von Menschen am Lebensende,
Copingstrategien in der Palliativpflege und Hospizarbeit sowie Trauer
und Trauerbewältigung wurden von den Lehrkräften der Berufs-
fachschule thematisiert. Nach zwei anstrengenden, intensiven
Studientagen traten die Schüler mit vielen neuen Eindrücken die
Heimreise nach Bad Mergentheim an, um nun gut vorbereitet der
wohl schwierigsten Aufgabe ihrer beruflichen Tätigkeit entgegenzu
treten. Denn eines wurde den Auszubildenden sehr deutlich:
Wenn nichts mehr zu machen ist, ist noch viel zu tun.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3BFA2 mit Abteilungsleiterin
StD Martina Schmalbach (Mitte)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Mai 2017 um 13:11 Uhr
 
Dienstjubiläum Frau Bauer
Geschrieben von: Mennekes   
Mittwoch, den 26. April 2017 um 08:36 Uhr

40-​jähriges Dienstjubiläum

Stellvertretende Schulleiterin  der E.P.E hat viel bewegt und geleistet.

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Bad Mergentheim: Vor kurzem erhielt  Studiendirektorin Marlies Bauer aus Distelhausen die Dankesurkunde der Landesregierung für ihre 40-​jährige Tätigkeit im Dienst des Landes Baden-​Württemberg. Die Schulleiterin der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung, Anke Mund, verband die Glückwünsche mit einem kurzen Rückblick auf das berufliche Wirken und persönliche Engagement für die Schule.

Marlies Bauer studierte an der Berufspädagogischen Hochschule in Stuttgart die Fächer Mathematik und Haushaltswissenschaft und absolvierte in Nürtingen ihren Vorbereitungsdienst.  Nach Abschluss des zweiten Staatsexamens erfolgte 1981 die Anstellung als Hauswirtschaftsschulrätin an der Mildred -Scheel-Schule in Böblingen.

Aus privaten Gründen ließ sie sich im August 1994 nach Bad Mergentheim versetzen.  In den ersten Dienstjahren war sie hauptsächlich in der Zweijährigen Berufsfachschule sowie im Berufskolleg eingesetzt. Neben ihrem Unterricht wirkte sie mit  großer Leidenschaft  insgesamt 27 Jahre als Verbindungslehrerin und initiierte  an der E.P.E zahlreiche Projekte wie die Talentshow „Versteckte Talente“, die Blutspendeaktion in Zusammenarbeit mit dem DRK und Musicalfahrten nach Stuttgart. Ein besonderes und spannendes Erlebnis war 2008 vor allem die Durchführung des Konzertes der „Killerpilze“ in der Mehrzweckhalle in Igersheim zusammen mit der Gewerblichen Schule.

Ihr zweiter Bereich, in dem sie schon lange und bis heute wegweisend aktiv ist, war die Tätigkeit in der Schulorganisation. 1995 begann sie mit der Mitarbeit im Stundenplanteam. Nach dem Aufstieg in den höheren Dienst im Jahr 1998, erfolgte 2003

die Ernennung zur Oberstudienrätin. Danach war sie  für die Organisation der Abteilung der Zweijährigen Berufsfachschule und die Durchführung der Informationsveranstaltungen an der Schule zuständig. Außerdem brachte sie viel Zeit und Engagement sowohl beim Aufbau und der Einrichtung des Ernährungswissenschaftlichen und Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums ein.

2011bewarb sie sich um das Amt als stellvertretende Schulleiterin, das sie nun seit 6 Jahren erfolgreich ausübt. In ihren Verantwortungsbereich fallen  das Ernährungswissenschaftliche und Sozialwissenschaftliche Gymnasium sowie die Zweijährigen Berufsfachschulen. Zudem umfasst ihr Aufgabenbereich die Erstellung des Stunden- und Vertretungsplans. Eine aktuell große Herausforderung ist zurzeit der Umbau des Berufsschulzentrums.

Marlies Bauer zeigt bei der Bewältigung all dieser Aufgaben Ausdauer, Nervenstärke, vorausschauende Organisation und ganz viel „Power“.